Die Weihnachtszeit ist nach den „neuen Regeln“ vorbei. Doch wenn man in die Kirchen geht, stehen dort häufig noch bis zum 2. Februar die Tannenbäume. Ebenso wird die Krippe auch dann erst abgebaut. Der Grund ist die Gestaltungsvorgabe des Kirchenjahres in der „alten Liturgie“. Dort geht die Weihnachtszeit bis zum Ereignis „Maria Lichtmess“ am 2. Februar. Der Grund ist plausibel: Die Adventszeit war früher eine zweite Fastenzeit. Man hat sich innerlich und äußerlich auf das Weihnachtsfest durch abstinentes Verhalten vorbereitet. Entsprechend länger war daher die Zeit der Freude ab Weihnachten.
Anlehnend an diese älteren Vorgaben spielen Angelika Ritt-Appelhans an der Orgel und Jörg Segtrop an der Trompete am Sonntag, den 01.02. um 16.30 Uhr in St. Laurentius ein Konzert, in welchem das ein oder andere weihnachtliche Stück noch seinen Platz hat. Der Schwerpunkt des Konzerts liegt allerdings nicht auf Weihnachtsmusik, sondern auf dem interessanten Wechsel der verschiedenen Trompeten, die Jörg Segtrop nutzt. So kommen nicht nur die modernen Trompeten (Konzerttrompete, Piccolotrompete, Jazztrompete) zum Einsatz, sondern auch historische Instrumente und verschiedene Horninstrumente. Jörg Segtrop ist Spezialist für Barocktrompete. Somit spielt er in dem Konzert natürlich sein favorisiertes Instrument. Ebenso erklingen ein Corno da caccia (Horninstrument aus der Barockzeit) und ein Alphorn.
Die für dieses besondere Konzert ausgewählte Literatur ist ebenso abwechslungsreich wie die unterschiedlichen Instrumente. Es wechselt zwischen bekannten (z.B. Händel) und unbekannten Komponisten (z.B. Arnold) und bietet somit für alle Zuhörer eine interessante Mischung. Die zeitliche Spanne geht ebenfalls vom Frühbarock bis zur Gegenwart.
Als besonderes „Bonbon“ werden die verschiedenen Instrumente von Jörg Segtrop kurz vorgestellt, sodass die Zuhörer auch mit zusätzlichen Informationen erfreut werden.
Der Eintritt zu dem Konzert ist kostenlos. Am Ausgang wird um eine Spende für die Kirchenmusik gebeten.